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Förderwegweiser

Naturnahe Gewässerentwicklung

Was soll erreicht werden?

Durch Siedlungsentwicklungen, Intensivierung der Landwirtschaft und Nutzung der Gewässer, z. B. zur Stromerzeugung, wurden unsere Flüsse und Bäche in der Vergangenheit so verändert, dass sich nur noch 20 Prozent der Gewässer in Baden-Württemberg in einem naturnahen Zustand befinden. Gleichzeitig hat sich durch diese Entwicklungen und durch den Klimawandel auch das Hochwasserrisiko erhöht.

Wesentliches Ziel dieser Fördermaßnahme ist daher das Erreichen eines guten ökologischen Zustandes der Gewässer nach den Vorgaben der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL).

Es sollen dabei geeignete Lebensbedingungen für die in der WRRL als Referenz genannten Gewässerorganismen (wirbellose Gewässertiere, Algen, Wasserpflanzen, Fische) geschaffen werden. Es werden Maßnahmen zur naturnahen Gewässerentwicklung gefördert, die dazu beitragen, den ökologischen Zustand der oberirdischen Gewässer zu verbessern. Gleichzeitig sollen Synergieeffekte zur Verringerung von Hochwasserrisiken genutzt werden können. Die Maßnahme liegt im Zuständigkeitsbereich des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft.

Was wird gefördert?

Gefördert werden Vorhaben zur naturnahen Entwicklung von Gewässern:

  1. Herstellung der Durchgängigkeit
  2. Verbesserung der Gewässerstruktur, -fauna und -flora
  3. Schaffung von Lebensräumen

Bei den Maßnahmen b) und c) sollen grundsätzlich Synergien zur Optimierung der ökologischen Ziele nach WRRL und einer Verminderung der Hochwasserrisiken entsprechend Art. 9 HWRM-RL angestrebt werden. Dies gilt etwa bei der Entwicklung oder Anbindung von Auen, Dammrückverlegungen und bei Gewässerausbaumaßnahmen, wodurch der Hochwasserrückhalt in aller Regel verbessert wird und sich die notwendigen Räume für eine größtmögliche ökologische Verbesserung des Gewässers ergeben. Bei Maßnahmen zur Habitatverbesserung und zur Geschiebebewirtschaftung sollen Hochwasserschutzziele beachtet und in die Planungen mit einbezogen werden.

Bei Maßnahmen zur Schaffung der Durchgängigkeit handelt es sich um rein gewässerökologische Maßnahmen.

Wer wird gefördert?

Land als Eigentümer der Gewässer 1. Ordnung sowie bei Gewässern II. Ordnung, bei denen die Ausbau- und Unterhaltungslast vom Land vertraglich übernommen wurde

Welche Voraussetzungen müssen für die Förderung erfüllt werden?

  • Das Vorhaben dient dem Wohl der Allgemeinheit.
  • Bei Planung und Durchführung werden die Erfordernisse des Umwelt-, Natur- und Hochwasserschutzes berücksichtigt.
  • Das Vorhaben ist Bestandteil einer Gesamtkonzeption (Gewässerentwicklungsplan / -konzept bzw. Bewirtschaftungsplan nach Wasserrahmenrichtlinie).
  • Die spätere Unterhaltung ist gesichert.
  • Zuwendungsfähig sind nur Ausgaben, die bei sparsamer und wirtschaftlicher Durchführung des Vorhabens unmittelbar notwendig sind, um den Zweck des Vorhabens zu erreichen.

Wie wird gefördert?

Zuwendung als Anteilsfinanzierung im Rahmen einer Projektförderung in Höhe von 50 % der zuwendungsfähigen Ausgaben

Wer hilft bei Fragen weiter?

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