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Agrarinvestitionsförderungsprogramm (AFP) - Teil A

Ziel:

Unterstützung einer wettbewerbsfähigen, besonders umweltschonenden und besonders tiergerechten Landwirtschaft durch Förderung von Investitionen in langlebige Wirtschaftsgüter, insbesondere:

  • Verbesserung der Lebens-, Produktions- und Arbeitsbedingungen unter Berücksichtigung der Verbraucherinteressen und Erhalt der biologischen Vielfalt.
  • Erfüllung besonderer Anforderungen im Bereich Tierschutz.

Mittelherkunft:

EU, Bund, Baden-Württemberg

Zuwendungsempfänger:

Natürliche und juristische Personen, deren Unternehmen, unbeschadet der Rechtsform, mit der Vorgabe:

  • Mind. 25 % der Umsatzerlöse aus Bodenbewirtschaftung oder bodengebundener Tierhaltung.
  • Mindestgröße nach dem Gesetz über die Alterssicherung der Landwirte (ALG). 

Natürliche oder juristische Personen, die im Sinne des Anhangs 1 der Verordnung (EG) Nr. 800/2008  Kleinst- oder kleine Unternehmen führen, dabei unmittelbar kirchliche, gemeinnützige oder mildtätige Zwecke verfolgen und einen landwirtschaftlichen Betrieb bewirtschaften.

Betriebszusammenschlüsse von Landwirtinnen und Landwirten

Förderfähige Maßnahmen:

Förderfähig sind Investitionen in langlebige Wirtschaftsgüter einschließlich der Erschließungsmaßnahmen, wie z.B.

  • Errichtung, Erwerb oder Modernisierung von unbeweglichem Vermögen (z. B. Ställe mit höherem Platzangebot für Rinder, Schweine und Geflügel, Gewächshäuser, Lagerräume für Obst und Gemüse)
  • Kauf von neuen Anlagen der Innenwirtschaft, einschließlich der für den Produktionsprozess notwendigen Computersoftware, bis zum marktüblichen Wert des Wirtschaftsgutes.
  • Investitionen in bauliche und technische Anlagen der Tierhaltung  sofern die vorhandenen und geplanten Tierplätze im antragstellenden Unternehmen die für folgende Tierarten festgelegten Angaben nicht überschreiten.

Tierart

Tierplätze

Hennen

15.000

Junghennen

30.000

Mastgeflügel

30.000

Truthühner

15.000

Rinder (davon maximal 300 Milchkühe)

600

Kälber

500

Mastschweine

3.000

Zuchtsauen einschließlich Ferkel bis 30 kg

560

Ferkel (10-30 kg)

4.500

  • Anlage von Dauerkulturen im Obstbau, Hagelnetze, sofern keine Förderung im Rahmen eines operationellen Programmes einer Erzeugergemeinschaft erfolgt. 
  • Allgemeine Aufwendungen etwa für Architektur- und Ingenieurleistung, Beratung und Betreuung von baulichen Investitionen, Durchführbarkeitsstudien bis zu einem Höchstsatz.

Förderungsausschluss:

Von der Förderung sind ausgeschlossen:

  • Landkauf
  • Maschinen und Geräte der Außenwirtschaft, Maschinen der Innenwirtschaft
  • Maschinen- und Erntelagerhallen mit Ausnahme klimatisierter Lagerräume für Obst, Gemüse und sonstige Sonderkulturen, wenn sie die besonderen Anforderungen an den Ressourcenschutz erfüllen
  • Biogasanlagen und andere durch die Novelle von 2004 des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) begünstigte Energiegewinnungsanlagen.
  • Wohnungen und Verwaltungsgebäude
  • Zinsen, laufende Betriebsausgaben, Ablösung von Verbindlichkeiten, Erbabfindungen, Kreditbeschaffungskosten und Gebühren für eine Beratung in Rechtssachen.
  • Investitionen in die Aquakultur und Binnenfischerei. 
  • Erwerb von Produktionsrechten und von Gesellschaftsanteilen, Tieren, Pflanzenrechten oder Pflanzen (außer von Dauerkulturen) sowie Ersatzinvestitionen.
  • Umsatzsteuer, unbare Eigenleistung und sonstige Preisnachlässe.
  • Investitionen in die Herstellung von Erzeugnissen zur Imitation oder Substitution von Milcherzeugnissen.

Fördervoraussetzungen:

  • Erfüllung besonderer Anforderungen in mindestens einem der Bereiche Umwelt-, Klima- oder Verbraucherschutz. Für Stallbaumaßnahmen sind außerdem bauliche Basisanforderungen an eine besonders tiergerechte Haltung zu erfüllen
  • Positive Einkünfte im Einkommensteuerbescheid (im Durchschnitt der letzten drei vorliegenden Steuerbescheide) dürfen, 100.000 € bei Ledigen und 120.000 € bei Verheirateten nicht überschreiten.
  • Nachweis der beruflichen Fähigkeiten für eine ordnungsgemäße Führung des Betriebes.
  • Vorwegbuchführung (mind. zwei Buchabschlüsse bei Antragstellung in Form eines BMELV-Abschlusses). 
  • Buchführungsauflage für mind. 7 Jahre ab Bewilligung. 
  • Existenzgründer (Unternehmen darf nicht länger als zwei Jahre vor Antragstellung gegründet sein) müssen einen angemessenen Eigenkapitalanteil und die Wirtschaftlichkeit durch eine differenzierte Planungsrechnung nachweisen
  • Investitionskonzept (Nachweis der Wirtschaftlichkeit der Maßnahme und des Erfolgs des Unternehmens). 
  • Zuwendungsfähiges Investitionsvolumen von mind. 20.000 € bis max. 750.000 €. Für Betriebszusammenschlüsse gilt eine Förderobergrenze von 1,5 Mio €

Förderung:

Die Zuwendung kann als Zuschuss und in Verbindung mit einer Bürgschaft (ist derzeit nicht möglich!) gewährt werden:

  • Zuschuss:
    • Als Basisförderung kann ein Zuschuss von bis zu 20 % gewährt werden.
    • Bei Erfüllung der besonderen baulichen Anforderungen an eine besonders tiergerechte Haltung gemäß Anlage 1 der Verwaltungsvorschrift kann der Zuschuss für Vorhaben der Rinderhaltung bis zu 30 %, für alle anderen Tierarten bis zu 40 % betragen.
    • Bei Begleitung des Fördervorhabens durch einen Betreuer: Betreuergebühren sind zuwendungsfähig in einer Höhe von bis zu 2,5 % des förderfähigen Investitionsvolumens bis 500.000 €, bis zu 1,5 % des zuwendungsfähigen Investitionsvolumens über 500.000 €. Der Sockelbetrag der förderfähigen Betreuergebühren beträgt 6.000 Euro, der Höchstbetrag 17.500 Euro. Der Fördersatz beträgt maximal 60 Prozent der förderfähigen Betreuergebühren.
  • Bürgschaft (ist derzeit nicht möglich!):
    • Für Kapitalmarktdarlehen, die zur Sicherstellung der Gesamtfinanzierung benötigt werden, können befristet bis zum 31.12.2016 anteilige modifizierte Ausfallbürgschaften vom Land übernommen werden.

Zusatzhinweise:

  1. Vor Bewilligung darf mit dem Vorhaben nicht begonnen werden
  2. Alle Anträge müssen nach den jeweils geltenden, vom MEPL III-Begleitausschuss beschlossenen, Auswahlkriterien ausgewählt werden.

 

Die vollständige Beschreibung der förderfähigen Maßnahmen, Fördervoraussetzungen, Auflagen sowie Art und Höhe der Förderung entnehmen Sie bitte der Verwaltungsvorschrift zur einzelbetrieblichen Förderung landwirtschaftlicher Unternehmen.


Beratung, Antragstellung und Information:

Untere Landwirtschaftsbehörde mittels Vordruck - ggf. unter Beteiligung eines Betreuers

Liste der für Baden-Württemberg zugelassenen Betreuer


 

Stand: Juni 2014

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