Service-Navigation

Suchfunktion

   Steckbrief Ökologische Vorrangfläche                                 

Bracheflächen mit Honigpflanzen

Gewichtungsfaktor Mindestfläche Mindestbreite Nutzung
1,5  ---  --- möglich

Beschreibung

  • Aussaat bis 31.05. des Antragsjahres.
  • Einjährige Blühmischung: Mindestens 10 Arten der Liste Gruppe A (Anlage 5 2)), die zusätzlich auch um Arten aus der Liste Gruppe B ergänzt werden kann.
  • Ausnahmen für 2018
    • Einzelne Arten aus der Anlage 5 2) dürfen ausgesät werden, aber es dürfen keine Leguminosen aus der Anlage 4 und und auch keine Reinsaaten der Arten wie echter Buchweizen, Sonnenblume, weißer Senft, durchwachsene Silphie enthalten sein. Eine Mischung mehrerer Arten aus Anlage 5 2) ist möglich.
    • Im Jahr 2018 können auch Mischungen als "Honigbrache" anerkannt werden, die bereits 2016 oder 2017 angesät wurden, wenn sie zulässige Arten der Anlage 5 2) enthalten. Diese können nur als einjährige Blühmischung in 2018 anerkannt werden.
  • Mehrjährige Blühmischung (maximal 3 Jahre, ab 2019 möglich): Mindestens 5 Arten aus der Liste Gruppe A und mindestens 15 Arten aus der Liste Gruppe B aus Anlage 5 2).
  • Mindeststandzeitraum
    • Bei einjährigen Blühmischungen: 01.01.-31.12. bzw. in bestimmten Fällen bis 01.10., nur wenn eine Folgekultur angebaut wird, die erst im nächsten Jahr geerntet wird.
    • Bei mehrjährigern Blühmischungen: 01.01.-31.12. bzw. in bestimmten Fällen bis 01.10. im letzten Standjahr, wenn eine Folgekultur angebaut wird, die erst im nächsten Jahr geerntet wird.
  • Pflege/Mindesttätigkeit
    • Bei einjährigen Blümischungen: Aussaat im Antragsjahr reicht als Mindesttätigkeit aus.
    • Bei mehrjährigen Blühmischungen: Aussaat im Antragsjahr reicht als Mindesttätigkeit aus. In den nachfolgenden Jahren gilt die Auflage der Mindesttätigkeit (Mähen oder Mulchen und Abfahren des Schnittguts bzw. zerkleinern und auf der Flächen verteilten). Im zweiten Jahr der Brache mit Honigpflanzen besteht die Möglichkeit eine Ausnahmegenehmigung zu beantragen, dass in diesem Jahr keine Mindesttätigkeit stattfinden muss.
  • Für die "Honigbrache" gilt der Verbotszeitraum des Pflanzenschutzmittel wie für die Brache (Stilllegung).
  • Früheste mögliche Inanspruchnahme der Fläche
    • Bei einjährigen Blühmischungen: Ab 01.10., wenn eine Folgekultur angebaut wird, die erst im nächsten Jahr geerntet wird oder Beweidung mit Schafen/Ziegen ab dem 01.10. möglich.
    • Bei mehrjährigen Blühmischungen: Ab 01.10., wenn im letzten Standjahr eine Folgekultur angebaut wird, die erst im nächsten Jahr geerntet wird oder Beweidung mit Schafen/Ziegen ab dem 01.10. möglich. Die Beweidung mit Schafen/Ziegen ist jedes Jahr ab dem 01.10. möglich.
  • Nutzungsmöglichkeiten
    • Bei einjährigen Blühmischungen: Abfahren des Schnittguts bzw. verkleinern und auf der Fläche verteilen möglich. Möglichkeit zur Verwendung für Biogasnutzung besteht, wenn nach Ablauf des Mindeststandzeitraumes geerntet (nach 31.12.) wird und neue Folgekultur auf der Fläche angebaut wird. Wenn allerdings nach der Brache mit Honigpflanzen eine "normale" Brache folgt, darf das Schnittgut nicht für Biosgasnutzung verwendet werden.
    • Bei mehrjährigen Blühmischungen: Abfahren des Schnittguts bzw. verkleinern und auf der Fläche verteilen möglich.
  • Saatgutetiketten mit Angaben der Mischungspartner und die Rechnung müssen für Kontrollzwecke vorgelegt werden können, bei Eigenmischungen sind Rückstellproben notwendig.

Hinweise zur Antragstellung

Weitere Informationen


Rechtsgrundlagen

1) Verordnung (EU) 2017/2393 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 13. Dezember 2017 zur Änderung der VO (EU) Nr. 1305/2013, 1306/2013, 1307/2013, 1308/2013 und 652/2014

2) Paragraph 32a Absatz 2 Satz 1 und Absatz 3, Anlage 5 der dritten Verordnung zur Änderung der Direktzahlungen-Durchführungsverordnung, § 32a Absatz 2 Satz 1 und Absatz 3, Anlage 5

3) Paragraph 32 Absatz 1, Anlage 4 Direktzahlungen-Durchführungsverordnung vom 03.11.2014

 

LEL Schwäbisch Gmünd, Stand 04/2018

Fußleiste