Service-Navigation

Suchfunktion

Förderung von Investitionen zur Diversifizierung

Ziel:

Die Förderung bezieht sich auf die Schaffung von zusätzlichen Einkommensquellen im ländlichen Raum, der Erhaltung der Wirtschaftskraft im ländlichen Raum und der Erleichterung des Strukturwandels. Gefördert werden Investitionen hin zu nicht-landwirtschaftlichen Tätigkeiten.

Mittelherkunft:

EU, Bund, Baden-Württemberg

Zuwendungsempfänger:

Natürliche und juristische Personen, die Unternehmen, unbeschadet der Rechtsform:

  • Mindestgröße nach dem Gesetz über die Alterssicherung der Landwirte (ALG).  
  • Mind. 25 % der Umsatzerlöse aus Bodenbewirtschaftung bzw. bodengebundener Tierhaltung.  
  • die einen landwirtschaftlichen Betrieb bewirtschaften und kirchliche, gemeinnützige oder mildtätige Zwecke verfolgen. 
  • Inhaber landwirtschaftlicher Einzelunternehmen, deren Ehegatten sowie mitarbeitende Familienarbeitskräfte gem. §1 Abs. 8 ALG, soweit sie in räumlicher Nähe zum landwirtschaftlichen Betrieb erstmalig eine selbständige Existenz gründen oder entwickeln.

Förderfähige Maßnahmen:

  • Investitionen in Errichtung, Erwerb oder Modernisierung von Gebäuden einschließlich technischer Einrichtung
    • zur Verarbeitung und Vermarktung landwirtschaftsnaher Produkte
    • zur Verarbeitung und Vermarktung von landwirtschaftlichen Produkten in Verbindung mit landwirtschaftsnahen Produkten
  • Bereitstellung von insbesondere landwirtschaftsnahen, hauswirtschaftsnahen, gastronomischen und touristischen Dienstleistungen (z. B. Urlaub auf dem Bauernhof, Aufbau eines Bäuerinnenpartyservice)
  • Anlage von Kurzumtriebsplantagen
  • Verarbeitung und Vertrieb von Biomasse zur energetischen Nutzung durch Endverbraucher

Förderungsausschluss:

  • Investitionen zur Erzeugung ausschließlich landwirtschaftlicher Produkte
  • Urlaub auf dem Bauernhof mit mehr als 25 Gästebetten
  • Biogasanlagen und andere durch die Novelle des EEG begünstigte Anlagen
  • Förderung von Maschinen und Geräte der Außenwirtschaft
  • Investitionen in Wohnungen und Verwaltungsgebäude
  • Landkauf
  • Umsatzsteuer, Skonti, Beiträge, unbare Eigenleistung und sonstige Preisnachlässe.
  • Zinsen, laufende Betriebsausgaben, Ablösung von Verbindlichkeiten, Erbabfindungen, Kreditbeschaffungskosten und Gebühren für eine Beratung in Rechtssachen
  • Erwerb von Produktionsrechten, Gesellschaftsanteilen sowie Ersatzinvestitionen

Fördervoraussetzungen:

  • Positive Einkünfte im Einkommensteuerbescheid dürfen 100.000 € bei Ledigen und 120.000 € bei Ehegatten nicht überschreiten.
  • Fachliche Qualifikation, die dem Investitionsziel angemessen ist.
  • Nachweis zur Wirtschaftlichkeit der Maßnahme in Form eines Investitions- und Marketingkonzeptes.
  • Mindestinvestitionsvolumen von mind. 20.000 €, für Kurzumtriebsplantagen mindestens 7.500 € zuwendungsfähige Ausgaben.

Förderung:

  • Die Zuwendung wird als Zuschuss gewährt.
  • Zuschuss von bis zu 25 % des zuwendungsfähigen Investitionsvolumens.
  • Gesamtwert der Zuwendungen nach De-Minimis, unabhängig vom Beihilfegeber, max. 200.000 € bezogen auf den Zeitraum von drei Steuerjahren.

Zusatzhinweis:

Vor Bewilligung darf mit dem Vorhaben nicht begonnen werden



Die vollständige Beschreibung der förderfähigen Maßnahmen, Fördervoraussetzungen, Auflagen sowie Art und Höhe der Förderung entnehmen Sie bitte der Verwaltungsvorschrift zur einzelbetrieblichen Förderung landwirtschaftlicher Unternehmen  sowie der VwV zur Änderung der VwV einzelbetriebliche Förderung.

 

Beratung, Antragstellung und Information:

Die Beratung erfolgt bei der unteren Landwirtschaftsbehörde. Die Antragstellung erfolgt bei dem zuständigen Regierungspräsidium mittels Vordruck - ggf. unter Beteiligung eines Betreuers.

 

Stand: 07/2016

Fußleiste