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Förderung von Gründung und Tätigwerden von Erzeugerzusammenschlüssen

Ziel:

  • Gründung von Erzeugerzusammenschlüssen
  • Förderung der Tätigkeit von Erzeugerzusammenschlüssen
  • Verbesserung der Marktstellung der landwirtschaftlichen Erzeuger
  • Kontinuierliche Belieferung des Marktes mit einheitlichen Partien hoher Qualität

Mittelherkunft:

Bund, Land

Zuwendungsempfänger:

  • nach Agrarmarktstrukturrecht anerkannte Erzeugerorganisationen und deren Vereinigungen
  • Erzeugerzusammenschlüsse für Qualitätsprodukte gemäß Art. 16 Absatz 1 Buchstabe a und b der VO (EU) Nr. 1305/2013 und deren Vereinigungen

Förderfähige Maßnahmen:

  • Aufwendungen für Organisationskosten wie:
    • Gründungskosten, soweit sie in unmittelbarem und sachlichen Zusammenhang mit der Gründung stehen
    • Personal- und Geschäftskosten
    • Kosten für Büroeinrichtungen einschließlich Hard- und Software, Büromaschinen und -geräte.

Nicht zuwendungsfähig sind u.a.:

  • Kosten für Personal, wenn es in einer arbeitsrechtlichen oder organschaftlichen Beziehung zu Unternehmen der Verarbeitung und Vermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse steht,
  • Kreditbeschaffungskosten, Zinsen, Leasingkosten, Pachten, Erbbauzinsen, Grunderwerbsteuer, Umsatzsteuer, nicht gesetzlich vorgeschriebene Versicherungen,
  • Aufwendungen, die unmittelbar die Erzeugung betreffen, z.B.: Kosten für Saat- und Pflanzgut, Dünge-, Pflanzenschutz-, Futtermittel, Tiere, tierärztliche Behandlungs- und Arzneikosten,
  • Abschreibungsbeträge für Investitionen, kalkulatorische Zinsen,
  • Anschaffungskosten für Personenkraftwagen und Vertriebsfahrzeuge und Sammel- oder Vertriebsfahrzeuge sowie für den Erwerb von Grundstücken und Gebäuden,
  • Erzeugerorganisationen für Obst und Gemüse,
  • Erzeugerzusammenschlüsse wie Unternehmen oder Genossenschaften, die faktisch als Einzelerzeuger anzusehen sind.

Fördervoraussetzungen:

  • Erzeugerorganisationen und deren Vereinigungen müssen eine Anerkennung nach dem Agrarmarktstrukturrecht vorweisen.
  • Erzeugerzusammenschlüsse für Qualitätsprodukte müssen mindestens fünf Mitglieder haben.
  • Erzeugerzusammenschlüsse müssen auf Dauer, mindestens aber für fünf Jahre, angelegt sein.
  • Die dem Zusammenschluss zugrundeliegenden Verträge bedürfen der Schriftform und müssen der Zielsetzung der Förderung entsprechen sowie die Konzeption des Zusammenschlusses aufzeigen.
  • Erzeugerzusammenschlüsse und deren Vereinigungen müssen Kleinstunternehmen, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) im Sinne von Anhang I der Verordnung (EU) Nr. 702/2014 (Agrarfreistellungsverordnung) sein.
  • Die Erzeuger müssen vor der Gründung des Erzeugerzusammenschlusses bei der Bewilligungsbehörde einen Antrag auf Gewährung der Zuwendung gestellt haben.

Art und Höhe der Förderung:

  • Anteilsfinanzierung zur Projektförderung in Form von Zuschüssen
  • Die Zuwendungen betragen jährlich gestaffelt zwischen bis zu 60% und 20% der nachgewiesenen Organisationskosten. Die Organisationskosten dürfen einen bestimmten Anteil des Verkaufserlöses der jährlich nachgewiesenen Erzeugung nicht übersteigen.
  • Die Zuwendungen werden als Beihilfen in jährlichen Tranchen für die ersten fünf Jahre gezahlt.

 

Stand: 08/2015

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