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Förderwegweiser

Umweltzulage Wald (UZW)

Da die Verwaltungsvorschrift Umweltzulage Wald noch nicht in Kraft getreten und beihilferechtlich noch nicht von der EU notifiziert ist, erfolgt die Antragstellung unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die EU.

Ziel

Die Umweltzulage Wald  bietet mit der Umweltzulage N (Natura) einen Ausgleich für Nutzungsbeschränkungen in FFH-Waldlebensraumtypen in Natura 2000 - Gebieten.

Mittelherkunft

EU, Baden-Württemberg

Zuwendungsempfänger

  • Begünstigte können natürliche und juristische Personen des privaten Rechts sein, die ihren Unternehmenssitz in der EU haben und Eigentümer von Waldflächen in Baden-Württemberg sind.
  • Gemeinschaftswald gehört im Sinne dieser Fördermaßnahme zum Privatwald und wird dem Kreis der Begünstigten zugerechnet.
  • Anerkannte Forstbetriebsgemeinschaften im Sinne des Gesetzes zur Erhaltung des Waldes und zur Förderung der Forstwirtschaft (Bundeswaldgesetz) in der jeweils geltenden Fassung können Träger gemeinschaftlicher Maßnahmen im Privatwald sein.
  • Von der Förderung ausgeschlossen sind Unternehmen in Schwierigkeiten gemäß Artikel 2 Absatz 14 der VO (EU) Nr. 702/2014 und Unternehmen, die einer Rückforderungsanordnung aufgrund eines früheren Beschlusses der Europäischen Kommission zur Feststellung der Unzulässigkeit einer Beihilfe und ihrer Unvereinbarkeit mit dem Binnenmarkt nicht nachgekommen sind.

Förderfähige Maßnahmen

Die Umweltzulage Wald wird in Waldflächen gewährt, die innerhalb der für Baden-Württemberg erstellten amtlichen Förderkulisse liegen, in der die zuwendungsfähigen FFH-Waldlebensraumtypflächen erfasst sind.

Fördervoraussetzungen

  • Waldflächen befinden sich im Eigentum des Antragstellers (Ausnahme: Gemeinschaftswald/Realgenossenschaften, Anerkannte Forstbetriebsgemeinschaften).
  • Im Falle  eines FBG-Sammelantrages durch eine Forstbetriebsgemeinschaft müssen sich die beantragten Waldflächen im Eigentum der FBG-Mitglieder befinden.
  • Flächen, die im Rahmen der Einkommensverlustprämie beantragt und gefördert werden, sind von der Förderung bei der Umweltzulage Wald ausgeschlossen. Waldflächen müssen nach den Grundsätzen einer ordnungsgemäßen, naturnahen Waldwirtschaft gepflegt werden.
  • Die begünstigten Waldflächen müssen Waldflächen im Sinne von § 2 Absatz 1 bis 3 LWaldG sein

Art und Höhe der Förderung

  • Zuschuss als Festbetragsfinanzierung
  • Umweltzulage Wald (NATURA 2000 Gebiete): 50 EUR/haMindestauszahlungsbetrag: 150 EUR

Auflagen

Voraussetzung zur Gewährung der Zuwendung ist die Einhaltung der nachfolgenden Auflagen:

  • Die Zuwendungsvoraussetzungen sind im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember des Jahres einer Antragstellung einzuhalten. 
  • Der Anteil von nicht-lebensraumtypischen Baumarten darf je FFH-Gebiet und Waldlebensraumtyp 25 % nicht überschreiten. Bezugsfläche ist die entsprechende Eigentumsfläche. Nichtlebensraumtypische Baumarten dürfen innerhalb von Waldlebensraumtypen nur in Mischung vorkommen - ein kleinbestandsweises (> 0,5 ha) oder großflächigeres Vorkommen ist unzulässig. Nicht gesicherte Verjüngung, in der noch keine Erstpflege stattgefunden hat, ist bei der Bewertung nicht zu berücksichtigen.
  • Publizität: Die Zuwendungsempfänger müssen gemäß (Artikel 13 und Anhang III) der Verordnung (EU) Nr. 808/2014 mit Durchführungsbestimmungen zur Verordnung (EU) Nr. 1305/2013 über die Förderung der Entwicklung des Ländlichen Raums durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des Ländlichen Raums (ELER) Auflagen bezüglich der Information und Öffentlichkeitsarbeit einhalten. Ziel dieser Maßnahmen ist, den Beitrag der Europäischen Union zur Förderung des Vorhabens bekannt zu machen. Bei der Umweltzulage Wald besteht diese Pflicht ab einem Förderbetrag von 10.000 EURO.

Die vollständige Beschreibung der förderfähigen Maßnahmen, Fördervoraussetzungen, Auflagen sowie Art und Höhe der Förderung entnehmen Sie bitte der Verwaltungsvorschrift Umweltzulage Wald. (Hinweis: Die VwV ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht in Kraft und deshalb hier noch nicht abrufbar.)

Antragstellung

Untere Landwirtschaftsbehörde bis 15. Mai des Jahres mit Gemeinsamer Antrag

Stand:  03.03.2016

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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